Was sind Ätherische Öle?

Ätherische Öle sind kleinste Öltröpfchen, die in den Öldrüsen in oder auf dem Pflanzengewebe gebildet werden.

 

Die Öle bestehen aus vielzähligen chemischen Verbindungen. Das heißt es sind mehrere Stoffe zusammen, die insgesamt zB das Lavendelöl ausmachen.

 

Im Gegensatz zu herkömmlichen Ölen, wie zB. Mandelöl, hinterlassen ätherische Öle keinen fetten Rückstand wenn sie verdampfen.

Die Bezeichnung "Öl" gibt einen Hinweis darauf, dass Ätherische Öle nur in einer fetten Phase löslich sind. (fettlöslich =lipophil) (2)(3)

 

Wie werden Ätherische Öle gewonnen?

Prinzipiell gibt es 3 Möglichkeiten, um ätherische Öle zu gewinnen.

 

Kaltpressung:

Öle werden aus den Pflanzen ausgepresst. Diese Methode wird inzwischen kaum angewendet.

 

Wasserdampfdestillation:

Kurz erklärt wird das Pflanzenmaterial in einen „Korb“ gelegt. Darunter wird das Wasser zum Kochen gebracht. Der Wasserdampf steigt auf und löst das ätherische Öl aus den Pflanzen. Das Duft-Wassergemisch (immer noch gasförmig) wird durch ein Röhrensystem geleitet. Im Röhrensystem wird das Dampfgemisch wieder abgefkühlt und verflüssigt sich. Da das ätherische Öl ja wasserunlöslich ist trennt es sich in einer eigenen Phase vom Wasser ab. Das Wasser  enthält immer noch einen Teil Öl, da diese Trennung nicht vollständig ist. Das Wasser nennt man dann Hydrolat. (zB Rosenhydrolat)

Hydrolate sind besonders gut hautverträglich, nicht reizend und haben nur einen leichten, sanften Duft.

 

Auszugsverfahren:

Das Pflanzenmaterial wird in ein Lösungsmittel eingelegt, das die ätherischen Öle aus den Pflanzenteilen löst. Dieses Lösungsmittel wird dann wieder getrennt, sodass nur die ätherischen Öle zurückbleiben.(4)

 
 

Wie wirken Ätherische Öle?

Wie jeder weiß haben Gerüche einen sehr starken Einfluss auf unsere Gefühlswelt. Sie haben einen direkten Draht zu unseren Erinnerungen und können unsere Gefühle daher stark beeinflussen. Dazu eine kleine Übung:

Schließe Deine Augen und denk an den Duft von frisch geschnittenem Holz. Der Duft von Frühling. Eine bunte Blumenwiese. Du merkst, dass allein der Gedanke an einen Geruch Gefühle in dir weckt...

Abgesehen davon haben ätherische Öle aber auch wissenschaftlich nachgewiesene physiologische Wirkungen. Sie rufen Reaktionen im Körper hervor. Botenstoffe werden freigesetzt, die wiederrum ihre Wirkung im Körper entfalten.

Endorphine: Glück, Wohlbefinden

Serotonin: körperliche und seelische Entspannung, beruhigend

Noradrenalin: wirkt anregend, körperlich und geistig

Enkephaline: stimmungsaufhellend und schmerzlindernd(5)

Tipps und Tricks in der Anwendung von Ätherischen Ölen

Kindermischung: Für die sanfte Kinderseele

  • Basilikum

  • Orange/Bergamotte/Mandarine

  • Vanille

Bergamotte für die glückliche Blase

 

  • in ein Sitzbad geben

  • warme Kompresse für den Bauch (in Kombi mit Eukalyptus)

  • sehr gut für die Duftlampe

  • wirkt stärkend und erhellend

Cajeput bei Erkältung und grippalen Infekten

  • sanfter als Eukalyptus

  • zum Inhalieren und als Kompresse

Insekten-Abwehr

  • Eukalyptus

  • Lavendel

  • Bergamotte

  • als Spray mit 70% Alkohol

Das Frauenliebe - Öl Geranie

  • Bei Menstruationsbeschwerden

  • Bei Wechseljahrbeschwerden

  • Bei Kinderwunsch

  • Ins Vollbad oder als Kompresse

  • Wirkt regulierend auf den Hormonhaushalt

  • In heißem Wasser entspannend

  • In kühlem Wasser Energie spendend

  • Wirkt ausgleichend bei jeder Art von Stress

Liebesstimmungs - Öle

  • Jasmin, Sandelholz und Neroli

  • In der Duftlampe

  • Als Massageöl

  • Fördert das Wohlbefinden und die Lust

 

Literaturverzeichnis

  1. Sigmund Freud: Studienausgabe, 10 Bände, Frankfurt am Main: Fischer 1975 ff., darin u. a.: Bd. III: Psychologie des Unbewußten, ISBN 3-10-822723-8.

  2. Eintrag Etherische Öle und Riechstoffe, in Seilnachts Chemielexikon

  3. Karl-Heinz Kubeczka: Vergleichende Untersuchungen zur Biogenese flüchtiger Produkte des Sekundärstoffwechsels, I.: Untersuchungen an Ruta graveolens L. In: Flora, Abt. A. Band 158, Nr. 5, 1967

  4. Die Fabrikation der ätherischen Öle, George William Askinson

  5. Klinikhandbuch Aromatherapie, Pflege - Therapie - Prävention, Dietrich Wabner, Stefan Theierl